Weihnachtsgrüße des Landrates
Videobotschaft auf YouTube
Mit den besten Wünschen für das Weihnachtsfest und das neue Jahr!
Liebe Nordwestmecklenburgerinnen und Nordwestmecklenburger,
was war das für ein Jahr? Für mich war es, mit einem Wort, herausfordernd. Vieles ist bereits geschehen, bei vielem eine Veränderung in Gange. Immer wieder wird uns vor Augen geführt, dass die Welt sich verändert hat – im Großen wie im Kleinen. Ob der anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine, der uns dieser Tage mit neuen Berichten über Drohnenangriffe erschüttert oder die Schreckensmeldungen des Hamas-Überfalls; die Welt fühlt sich ein Stück unsicherer an. Selbiges Gefühl hatten und haben auch Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, wenn sie an Upahl denken. 2023 wird als das Jahr in unser Gedächtnis eingehen, in dem der Landkreis sich mit der Geflüchteten-Unterkunft in Upahl und den damit verbundenen Herausforderungen auseinandersetzen musste.
Als der Kreistag im Januar den Beschluss fasste, die Unterkunft auf dem Industriegelände zu errichten, überschlugen sich die Ereignisse. Es machte Nordwestmecklenburg über die Landesgrenzen bundesweit bekannt. Den Unmut der Bürgerinnen und Bürger habe ich verstanden. Gleichwohl kommen wir als Landkreis lediglich unserer Pflicht in der Bewältigung der Asylkrise nach, die wir vom Bund auferlegt bekommen haben. Dieser muss nun handeln und einen Weg aus der Krise aufzeigen.
Mittlerweile beherbergt unser Landkreis rund 2.600 Ukrainer, die vor dem brutalen Angriffskrieg geflohen sind. Dass ein Hotel in Groß Strömkendorf, welches den Ukrainern als Unterkunft diente, von einem Brandstifter angesteckt wurde, erschütterte den gesamten Landkreis. Der Täter ist noch immer auf freiem Fuß. Ich hoffe, dass die Tat bald aufgeklärt ist.
Eine Krise jagte die nächste. Ob der Brand in Warin, bei dem neben immensen Schäden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale ein ganzer Fuhrpark an Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen vernichtet wurde oder die Sturmflut, die unsere Küste heimsuchte. Was alle Krisen aber gemein haben: Wir werden sie zusammen überstehen und als Gesellschaft verstärkt aus ihnen hervorgehen.
Insbesondere der Vorfall in Warin hat meine Entschlossenheit– auch als bekennender Feuerwehrmann – bestärkt, die Gefahrenabwehr im Kreis auf den nächsten Level zu heben – jetzt wird nach einem geeigneten Ort gesucht, um ein neues und modernes Gefahrenabwehrzentrum zu errichten. Über 300.000 Euro Planungs- und Entwicklungsbudget habe ich bereits in den Haushalt 2024/2025 eingeplant. Der Schutz unseres Landkreises und seiner Bürgerinnen und Bürger hat für mich stets oberste Priorität.
Auch, wenn wir in diesem Jahr ebenfalls nicht aus den großen Krisen unserer Zeit kommen werden, sollten wir positiv in die Zukunft schauen. Wir werden die Probleme, die uns 2024 erwarten, gemeinsam stemmen. Davon bin ich überzeugt! Damit Nordwestmecklenburg die lebenswerte Heimat bleibt, die wir kennen. Darum werde ich weiter für eine Lösung der Asylkrise kämpfen und weiter Druck auf unsere Landes- und Bundesregierung machen. Als Landrat werde ich für die Nordwestmecklenburgerinnen und Nordwestmecklenburger weiter den Finger in die Wunde legen und auf eine Lösung der Probleme in unserem Landkreis drängen und selbst aktiv darauf hinarbeiten. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort.
Ich möchte mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises für ihr Vertrauen bedanken. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins kommende Jahr.
Ihr
Tino Schomann
Landrat
Eine Videobotschaft auf YouTube finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=UPka3Tn3G-4

