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Vorbereitung auf das Corona-Virus in Nordwestmecklenburg

Die Kreisverwaltung informiert

13.03.2020
Vorbereitung auf das Corona-Virus in Nordwestmecklenburg

Das Thema „Corona“ ist derzeit in aller Munde. Auf seinem Weg über China und Südeuropa hat das Covid-19-Virus nun auch Norddeutschland erreicht. Natürlich hat sich auch die Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg mit dem Thema beschäftigt und darauf vorbereitet.
„Die beste Medizin ist Information. Wir stellen fest, dass derzeit vor allem ein erhöhtes Informationsbedürfnis in der Bevölkerung besteht. Einmal in Bezug auf Hygienemaßnahmen, mit denen man sich vor einer Erkrankung schützen kann. Aber auch in Bezug auf das, was man tun soll, wenn man glaubt sich infiziert zu haben, treten viele an uns heran.“, so Landrätin Kerstin Weiss:
„Die Kreisverwaltung nimmt die Besorgnis der Bürger sehr ernst. Deshalb wollen wir zu diesem Zeitpunkt vor allem aufklären und Informationen bieten. Aufklärung statt Panikmache ist derzeit oberstes Gebot.“

Der Fachdienst Gesundheit des Landkreises befindet sich in intensiven Gesprächen mit den Krankenhäusern und Ärzten und überwacht die Situation in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt.

Informationsquellen

Der Landkreis hat auf seiner Internetseite www.nordwestmecklenburg.de und über seinen Facebook-Account Links die wichtigsten Informationen bereitgestellt. Dabei muss besonders das Robert-Koch-Institut erwähnt werden, das auf www.rki.de ständig aktuelle Informationen für Bürger und auch für Fachleute bereit hält. Hier finden sich nahezu alle relevanten Informationen.
Hier findet sich auch eine Liste mit Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:
www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html


Außerdem hat der Landkreis bereits seit letzter Woche auf die bundesweite Hotline des Bundesgesundheitsministeriums  hingewiesen:
030 / 346 465 100

Mo.-Do. von 8-18 Uhr und Freitag von 8-12 Uhr

Das Landesgesundheitsministerium hat auch eine eigene Hotline eingerichtet:
0385/588 - 5888
Mo.-Do. von 9-12 sowie 13-15 Uhr und Freitag von 9-12 Uhr

Die Kassenärztliche Vereinigung hat ebenfalls eine Hotline und kann Informationen zum ärztlichen Bereitschaftsdienst bereitstellen:
Tel: 116 117


Landkreis schaltet Bürgertelefon

Kerstin Weiss: „Da sich dennoch auch in unserem Fachdienst Gesundheit, bei Ärzten und in der Notaufnahme die Anfragen häufen, gibt es eindeutig einen Bedarf nach Kontakt auch zum Landkreis. Wir werden deshalb ab Donnerstag (5. März) ebenfalls ein Bürgertelefon für Nachfragen zum Corana-Virus schalten.“
Unter der 03841 3040 3000 Mo.-Do. von 9-12 und von 13-17 Uhr und Freitag von 9-12 Uhr können Bürger dort Informationen einholen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises weist darauf hin, dass Covid-19 zwar sehr ansteckend ist, das Virus aber nur bei sehr wenigen Menschen zu einem schweren Krankheitsverlauf führt.
Die Übertragung erfolgt nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch. Der beste Schutz sind also einfache Hygienemaßnahmen, wie sie auch gegen Grippe angewandt werden.

Hygienemaßnahmen schützen

„Jeder kann selbst viel für einen Schutz vor Infektionen durch Viren tun. sagt Anette Mayer Sachgebietsleiterin für die Gesundheitsaufsicht beim Landkreis. Die Verhaltensregeln für die Vorbeugung vor Grippeinfektionen würden auch für den Schutz vor dem Corona-Virus gelten: 

  • Niemanden anhusten oder anniesen. Ohne Taschentuch nicht in die Hände, sondern die Ellenbeuge husten und niesen.
  • Einmal-Taschentücher verwenden und diese sicher entsorgen.
  • Auf das Händeschütteln verzichten.
  • Vermeiden, sich selbst ins Gesicht zu fassen (also an Augen, Nase und Mund).
  • Intensive Raumlüftung.
  • Gründliches und häufiges Händewaschen mit Seife nach Personenkontakten, dem Benutzen von Sanitäranlagen oder dem Kontakt mit Objekten und Gegenständen in der Öffentlichkeit, sowie vor der Nahrungsaufnahme., natürlich besonders nach dem Kontakt mit möglicherweise Erkrankten.
  • 1-2 Meter Abstand zu anderen Menschen halten

 

Maßnahmen bei einer vermuteten Erkrankung

Das Robert-Koch-Institut hat Kriterien veröffentlicht, nach welchen ein sogenannter begründeter Verdacht für eine Corona-Infektion vorliegt oder zumindest das Erfordernis einer Abklärung durch einen Arzt als geboten angesehen wird. Hierzu ist in der Regel eine Atemwegserkrankung und zu dem ein Aufenthalt in einem Risikogebiet, in einer Risikoregion oder ein Kontakt zu einem Erkrankten erforderlich. Für jeden, der aus diesen Gründen befürchtet, am Corona-Virus erkrankt zu sein, gibt es Verhaltensregeln:

  • NICHT unangemeldet eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen.
  • Telefonisch Kontakt zu einem Hausarzt aufnehmen und nach dem weiteren Vorgehen fragen. Der Arzt ist für die Diagnose zuständig. Außerhalb der Sprechstundenzeiten übernimmt der Kassenärztliche Notdienst diese Leistungen, wenn die Schwere der Erkrankung ein sofortiges Handeln erfordert. Ansonsten bitte am nächsten Tag beim Hausarzt melden.
  • Nicht selbst das Gesundheitsamt anrufen, dieses wird bei einem positiven Befund vom Arzt informiert.
  • Nach Möglichkeit zu Hause bleiben, Kontakt zu anderen Menschen meiden und den eigenen Gesundheitszustand beobachten.
  • Auf keinen Fall ohne Absprache mit dem Arzt den Rettungsdienst rufen, da dieser nur für die akute medizinische Versorgung in lebensbedrohlichen Notfällen, nicht jedoch für eine Diagnose zum Corona-Virus Sorge tragen kann.

Für die wenigen Fälle mit schwerem Krankheitsverlauf sind die Krankenhäuser der Region gerüstet und vorbereitet.

© Christoph Wohlleben E-Mail

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