• Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis

    Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen wichtige Hinweise geben, wenn Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen wurde und Sie - ggf. nach Ablauf einer Sperrfrist - eine neue Fahrerlaubnis erhalten wollen.

    Die Fahrerlaubnis erlischt mit der gerichtlichen oder behördlichen Entziehung. Sie lebt - auch nach Ablauf einer Sperrfrist - nicht automatisch wieder auf. Der Besitzstand der Fahrerlaubnis ist mit der Entziehung erloschen.

    Für eine Wiedererteilung der Fahrerlaubnis ist zunächst eine persönliche Antragstellung bei uns erforderlich. Für die Antragsbearbeitung werden folgende Unterlagen benötigt:

    • aktueller Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
    • ein biometrisches Lichtbild  nach den Bestimmungen der Passverordnung
    • aktuelles Führungszeugnis - zu beantragen bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt

    zusätzlich bei den Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T:

    • Sehtestbescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle (z.B. Optiker)
    • Nachweis über „lebensrettende Sofortmaßnahmen“ oder „ERSTE HILFE“

    zusätzlich bei den Klassen  C1, C1E, C und CE:

    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung über das Sehvermögen  gemäß Anlage 6 Nr. 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)  -  z.B. Augenarzt, Arzt mit der Bezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder „Betriebsmedizin" 
    • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung gemäß Anlage 5 Nr. 1 der FeV
    • Nachweis „ERSTE HILFE“


    Im folgenden Antragsverfahren haben wir die Kraftfahreignung im vollen Umfang zu prüfen. Eine solche Prüfung erstreckt sich auf alle körperlichen, geistigen und charakterlichen Umstände. Die Voraussetzungen für eine Wiedererteilung der Fahrerlaubnis können je nach Sachverhalt sehr unterschiedlich sein. Für offene Fragen über Verfahrensabläufe oder allgemeinen Angelegenheiten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

    Bei Bedenken der Fahrerlaubnisbehörde an der Kraftfahreignung kann unter Berücksichtigung des Einzelfalls die Beibringung von Gutachten, wie die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) gefordert werden, wenn:

    • die Fahrerlaubnis wegen einer Fahrt unter Alkoholeinfluss durch ein Gericht entzogen wurde,
    • Einnahme von Betäubungsmitteln im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes vorgelegen hat,
    • wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss begangen wurden,
    • erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde.

    Über die Beibringung eines Gutachtens werden Sie schriftlich im Antragsverfahren aufgefordert.

    Beratung

    Zur Vorbereitung auf eine medizinisch-psychologische Untersuchung besteht die Möglichkeit, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Diese Stellen können anhand eines Beratungsgesprächs die konkrete Einordnung Ihres Einzelfalls vornehmen. So können bereits im Vorfeld einer bevorstehenden MPU zweckgerichtete Empfehlungen und ggf. weitere Anforderungen (z.B. Abstinenznachweise, verkehrspsychologische Therapie) abgeleitet werden. Informationsbroschüren sowie Anschriften und Telefonnummern solcher Beratungsstellen können Sie bei uns erhalten.

    Abstinenznachweise

    Auskünfte über die Notwendigkeit eines Abstinenznachweises (Alkohol / Drogen), sowie dessen Dauer und somit über einen möglichen Zeitpunkt für eine Begutachtung können über die Beratungsstellen in Erfahrung gebracht werden.

    verkehrspsychologische Therapie

    In bestimmten Fällen können verkehrspsychologische Maßnahmen als geeignetes Mittel für eine Wiedererlangung der Kraftfahreignung dienen. Hierbei werden Veränderungen in Verhaltensbereichen hervorgerufen, die für die Verkehrsauffälligkeiten ursächlich waren und Strategien zur Verhinderung zukünftiger Verkehrsverstöße entwickelt. So kann eine gezielte Förderung der Fahreignung erfolgen.

    Fahrerlaubnis auf Probe (Probezeit)

    Wurde eine Fahrerlaubnis innerhalb der Probezeit entzogen, darf eine neue Fahrerlaubnis unbeschadet übriger Voraussetzungen nur unter dem Nachweis der Teilnahme an einem Aufbauseminar, gegebenenfalls einem besonderen Aufbauseminar (Alkohol / Drogen) erteilt werden.

    Verwaltungsgebühren

    Der Gebührenrahmen für die Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis erstreckt sich gemäß Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr von 33,20 € bis 256,00 €. Der Landkreis Nordwestmecklenburg erhebt grundsätzlich:

    • 8,40 € für die Antragstellung
    • 121,00 € für die Wiedererteilung bei Aushändigung des neuen Führerscheins  

ANSPRECHPARTNER
Mitarbeiter
Frau Loh
Sachbearbeiterin Führerscheinwesen
Mitarbeiter
Frau Nieny
Sachbearbeiterin Führerscheinwesen
Besucheranschrift

Öffnungszeiten der Fahrerlaubnisbehörde