Der Jahresempfang des Landkreises 2023
Ehrungen und Preise auf Schlossgut Groß Schwansee verliehen
Am 19. September konnten Kreistagspräsident Thomas Grote und Landrat Tino Schomann rund 100 Gäste zum Jahresempfang des Landkreises für das Jahr 2023 begrüßen.
In der Brasserie von Schlossgut Groß Schwansee ging Landrat Schomann in seinem Grußwort auf die groß Bedeutung solcher sanierter Schlösser und Gutshäuser für die Region ein – knapp ein Jahr nach dem Jahresempfang auf Schloss Bothmer und wenige Tage nach seinem Besuch auf dem gerade in Sanierung befindlichen Gut Groß Salitz, wo er den Tag des offenen Denkmals eröffnet hatte. „Ich freue mich über jeden dieser Orte, der einer neuen und modernen Nutzung zugeführt wird.“, so Schomann.
Unter den Gästen waren zahlreiche Kreistagsmitglieder, die stellvertretende Ministerpäsidentin Simone OIdenburg und auch der Leiter des Landeskommandos der Bundeswehr Brigadegeneral Uwe Nerger. Ebenso waren die Unternehmer Jahres für die Jahre 2020 bis 2022 geladen, die vor kurzem nachträglich für die Corona-Zeit ihre Auszeichnungen auf dem Unternehmerempfang erhalten hatten.
In einem Rückblick auf das vergangene Jahr sprach der Landrat über Krisensitzungen mit Energieversorgern, Notfallpläne, den immer noch andauernden Krieg Russlands in der Ukraine und auch über die Probleme bei der Unterbringung von Asylbewerbern. „Für meine öffentliche Kritik an der Bundesregierung habe ich viel Kritik erhalten, aber auch sehr, sehr viel Zuspruch. Deshalb werde ich auch weiter den Finger in die Wunde legen und genauso wie der Deutsche Landkreistag weiter Lösungen fordern.“, resümierte Schomann. Derweil brauche es Solidarität, um das Problem zu lösen. Innerhalb Europas genauso wie innerhalb des Landkreises.
Natürlich begrüßte der Landrat auch die vielen anwesenden Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, denn diese stehen mit der Verleihung der Ehrennadeln des Landkreises im Mittelpunkt. Drei Ehrenamtsnadeln wurden in diesem Jahr vergeben – die Reden dazu wurde im Wechsel von Kreistagspräsident Thomas Grote und Tino Schomann gehalten.
Die Nadeln gingen in diesem Jahr an Irene Abramowski aus Kalkhorst, Hartwig Meyer aus Gadebusch und an Olaf Both aus Schönberg (die Preisträger stellen wir ihnen weiter unten noch einmal im Detail vor).
Alle zwei Jahre, im Wechsel mit dem Kulturpreis, wird auf dem Empfang auch der Umweltpreis des Landkreises vergeben. Der Vorsitzende des Ausschusses für die Entwicklung des ländlichen Raumes, Umwelt und Landwirtschaft Jörg Haase hielt die Laudatio und kündigte gleich zwei Preisträgerinnen an: für das Schülerprojekt „insektenfreundlichen Blühwiese" der Klasse 3a an der Werner-Lindemann-Schule in Lübstorf nahm Projektleiterin und Schulsozialarbeiterin Dana Eckstein die Ehrung entgegen. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ein ansprechendes Areal, welches Aufgrund der Lage auch von den Anwohnern in der Gemeinde Lübstorf mit genutzt wird und einen Beitrag zur Artenvielfalt leistet. Als zweite erhielt Waldpädagogin Nicole Taubert ebenfalls eine Urkunde für den Umweltpreis und beide einen Scheck über jeweils 1.000 Euro Preisgeld. Taubert vertrat die Kindergruppe „Moorfürchse“ aus Grambow, die mit ihrer Unterstützung verschiedene Projekte in den Wald- und Moorgebieten rund um die Gemeinde umsetzt und dabei spielerisch über die Natur lernt. Dabei wird auch mit Jägern, Förstern und zukünftig mit der Kitzrettung kooperiert.
Die Geehrten freuten sich alle sehr über ihre Preise. Ehrenamtsnadeln werden stets auf Vorschlag verliehen, sind also auch eine Anerkennung, die durch das Umfeld der Geehrten angestoßen wird. Zum Beispiel durch Vereine, Gemeindevertretungen oder Verbände.
Bei entspannter Gitarrenmusik von Dennis Pusch nutzten die Gäste nach dem offiziellen Teil die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und dabei die das Buffet von Groß Schwansee und die ruhige Atmosphäre des Abends zu genießen.
Die Ehrennadeln 2023
Irene Abramowski, Kalkhorst
Irene Abramoski ist Rentnerin, 81 Jahre alt und engagiert sich in vielfältiger Weise im Seniorenverein „Klützer Winkel e.V.“. Besonders geschätzt wird sie durch ihre Arbeit im Vorstand und als Schriftführerin, wo sie die Vereinsarbeit akkurat protokolliert und sich mit eigenen Ideen einbringt.
Als Leiterin einer neunköpfigen Frauengruppe in Kalkhorst organisiert sie unter dem Motto „niemand muss alleine bleiben“ Aktivitäten, Geburtstagsfeiern, Ausflüge und kümmert sich in der Seniorenhilfe auch im Krankheitsfall um die anderen Frauen in der Gruppe.
Für ihren Einsatz hatte der Seniorenverein sie für die Ehrung vorgeschlagen.
Hartwig Meyer, Gadebusch
Hartwig Meyer ist auf vielfältige Art in der Gemeinde Gadebusch aktiv. Er engagiert sich politisch im Seniorenbeirat und als Fraktionsvorsitzender der Gadebuscher Bürgergemeinschaft direkt in der Gemeindevertretung.
Für beide, sowie für weitere Einrichtungen wie den Kirchenverein, unterhält und pflegt er die selbst erstellte Webseite. Auf seinen eigenen Webseiten und weiterer in der Stadt Gadebusch sind seine Texte, aber vor allem seine professionellen Fotos nicht wegzudenken.
Auch im Rahmen der Planungen für die Feier „800 Jahre Gadebusch“ und andere Initiativen der Gemeinde hebt sich Hartwig Meyer durch gute Ideen hervor wie ein Filmprojekt und der Initiative für einen neuen Gemeinde-Almanach. Vorschlagen hatte Herrn Meyer der Seniorenbeirat der Münzstadt Gadebusch.
Olaf Both, Schönberg
Als Leiter des Schönberger Volkskundemuseums hat Olaf Both seine Leidenschaft für die Mecklenburger Geschichte und Traditionspflege zum Beruf gemacht. Aber auch neben seinem Hauptamt engagiert sich Both äußerst vielfältig: er ist Vorstandsmitglied des Heimatbundes für das Fürstentum Ratzeburg von 1901 e.V. und hatte in dieser Rolle Anteil an der Anerkennung des Martensmannes als immateriellem Weltkulturerbe. Er ist Vorsitzender des plattdeutschen Vereins zu Rehna und gibt auch im niederdeutschen Theater „Späldäl“ seine Leidenschaft für das Plattdeutsche an die nächste Generation weiter. Hinzu kommen weitere Aktivitäten wie seine Ämter als Küster und Kirchenältester in Kirch-Grambow, die Mitgliedschaft im Schönberger Kirchenchor oder seine ehrenamtliche Forschungsarbeit über die Geschichte der Region, seine Arbeit im Heimatverband und vieles mehr. Entsprechend seiner vielen Ehrenämter erhielt Both den Preis für sein Gesamtwirken neben seiner Tätigkeit als Museumsdirektor und war dafür durch den Verein „Späldäl“ nominiert worden. „Ich hoffe Sie sehen die Ehrung als Ansporn, genau so weiterzumachen.“, so Kreistagspräsident Grothe in der Laudatio.








