Breitbandversorgung

Ziele des geförderten Breitbandausbaus

Die Digitalisierung durchdringt immer mehr unserer Lebens- und Wirtschaftsbereiche und verändert so nachhaltig die Art und Weise unseres Zusammenlebens. Damit einher geht, dass eine zuverlässige und leistungsfähige Internetverbindung ein immer wichtigerer Standortfaktor sowohl für Unternehmen als auch für Privathausalte wird.

Erklärtes Ziel des Landkreises ist es daher, allen Haushalten und Gewerbetreibenden in den förderfähigen Ausbaugebieten eine Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s symmetrisch (Downloadrate =Uploadrate) technisch zu ermöglichen. Damit stärken wir nicht nur den Landkreis als Lebens- und Wirtschaftsstandort, sondern gehen einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu gleichwertigen Lebensbedingungen.

Daneben verfolgen wir das Ziel, alle im Kreisgebiet liegenden Schulen an das neu entstehende Glasfasernetz anzuschließen, um so die Voraussetzung für den Einsatz neuer Medien und Lernkonzepte zu schaffen.

In Zahlen gegossen bedeutet das, dass durch die aktuelle Ausbauphase

  • 40.959 bisher unterversorgte Haushalte und Gewerbetreibende und
  • 59 allgemeinbildende und berufliche Schulen

die Möglichkeit erhalten, über den Anschluss an das Glasfasernetz künftig symmetrische Bandbreiten von 100 Mbit/s und mehr nutzen zu können.

Langfristig verfolgt der Landkreis das Ziel, das Kreisgebiet vollständig mit Glasfaser zu erschließen. Dafür werden wir die weitere Entwicklung der Förderbedingungen genau beobachten und auch künftig entsprechende Fördermittel akquirieren.   

Es kann nur in Gebieten gefördert werden, in denen nachweislich der privatwirtschaftliche Markt versagt. Zur Ermittlung der förderfähigen Gebiete hat der Landkreis das beihilfepflichtige Markterkundungsverfahren durchgeführt.

Hierbei wurden die am Markt tätigen Telekommunikationsunternehmen befragt, in welchen Gebieten und mit welcher Bandbreite sie bereits ausgebaut haben bzw. in den kommenden Jahren ausbauen werden. Die gemeldeten Gebiete wurden adressgenau von den amtlich bekannten Daten abgezogen.

Zudem wurde die Bestandsversorgung auf der Datengrundlage des Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur berücksichtigt, sodass im Ergebnis nur die förderfähigen Gebiete, die sogenannten „weißen Flecken“ dargestellt werden.

Dies sind diejenigen Gebiete, in denen Haushalte gegenwärtig keine Übertragungsraten von 30 Mbit/s im Download gewährleistet sind und in absehbarer Zeit auch nicht gewährleistet sein werden.

„Wo und wie werden rund 2.000 Kilometer Leitungstrassen verlegt, welche Baugenehmigungen müssen eingeholt werden?“ Aktuell beschäftigen sich die WEMACOM und der Landkreis mit der sogenannten Feinplanung, die u.a. auch Fragegestellungen wie die eben zitierte beinhalten. Die Ausbautermine werden, sobald sie feststehen, öffentlich bekanntgegeben. Bis dahin bitten wir Sie um Ihre Geduld.

Über den  Verfügbarkeitsrechner  der WEMAG können Sie prüfen, ob der geförderte Breitbandausbau auch in Ihrem Ort geplant ist.

Wenn in der Planungsphase in Verbindung mit dem Glasfaser-Hausanschluss ein Internet- oder Telefonvertrag mit der WEMAG abgeschlossen wird, dann sind sowohl die Errichtung des Glasfaser-Hausanschlusses als auch die Arbeiten auf den ersten 15 Metern eines Grundstücks kostenfrei.

Das gilt auch für den eigentlichen Anschluss (Hausübergabepunkt) im Gebäude. Jeder weitere Meter kostet 50 Euro. Es sei denn, es werden Eigenleistungen erbracht. Dann reduziert sich der Preis auf zehn Euro. Die Tiefe des auszuhebenden Kabelschachts beträgt etwa 60 Zentimeter.

Bei späterer Entscheidung ist der Glasfaser-Hausanschluss kostenpflichtig, weil damit eine nachträgliche Errichtung und ein zusätzlicher Aufwand verbunden sind.

Wer in der Bauphase in Verbindung mit dem Glasfaser-Hausanschluss einen Internet- oder Telefonvertrag abschließt, zahlt dann 199 Euro und in der dauerhaften Betriebsphase 1.299 Euro.

Voraussetzung ist, dass gleichzeitig ein Dienste-Vertrag über Internet oder Telefon bei der WEMAG oder bei einem anderen Anbieter abgeschlossen wird, der das geförderte Glasfasernetz nutzt. Sofern kein Dienste-Vertrag abgeschlossen wird, liegen die Kosten für den Hausanschluss darüber.

Die Glasfaserinfrastruktur ist diskriminierungsfrei zu errichten. Das heißt, dass jeder Anbieter, der seine Endkundenprodukte auf dem Netz anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der WEMACOM Breitband GmbH die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.

Der Fachbegriff dafür lautet "Open Access" und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten.

Wir weisen daraufhin, dass zunächst der Ausbau und im zweiten Schritt der Hausanschluss realisiert werden müssen.

Sobald bei Ihnen ausgebaut ist, können Sie den eingerichteten Glasfaser-Hausanschluss vollumfänglich nutzen, wenn Sie einen Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen geschlossen haben.

Das kann – ist also nicht obligatorisch - die WEMAG sein, aber auch jedes andere Unternehmen, das die Leitungen der WEMACOM Breitband GmbH anmieten möchte.

Ja, in den kommenden Wochen und Monaten werden die Bürger der betroffenen Gemeinden postalisch und persönlich bei Informationsveranstaltungen informiert. Hier können bestehende Fragen beantwortet werden.

Mit Glasfaser-Technologie lassen sich besonders große Datenmengen schnell übertragen. Glasfaser-Kabel gelten als die verfügbare Übertragungsmethode und bieten hervorragende Kapazitäten für zukünftige Herausforderungen. Im Glasfaser-Netz kommen haarfeine Glasfasern zum Einsatz, die Lichtstrahlen extrem schnell leiten.

Dadurch sind besonders stabile und nahezu unbegrenzte Übertragungsraten möglich. Selbst bei der Überwindung langer Distanzen bleibt die Leistung konstant und die Anfälligkeit für Störungen sind minimal. Auch bei den Hausanschlüssen werden Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt.

Diese Technologie heißt Fiber-To-The-Home (FTTH) und bietet optimale Qualität. Solche Glasfasernetze gelten trotz höherer Baukosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus.

Sollten Sie einen Vertrag bei einem anderen Anbieter haben, können Sie dennoch einen Internet- oder Telefonvertrag bei der WEMAG bestellen.

Der Internet- und Telefonvertrag kommt erst mit Freischaltung des Anschlusses zustande, sodass Ihnen bis dahin keine Kosten entstehen.

Dieser kann maximal bis zu 12 Monate nach der Bereitstellung der Leistung liegen. Erst dann beziehen Sie das neue Glasfaser-Produkt und auch erst dann werden die Kosten für das Endkundenprodukt erhoben.

Amt Projektbeauftragung Telefon E-Mail
Lützow-Lübstorf Maik Triebsch 038874 - 30255
Rehna Hans-Martin Buschhart 0163 303 05 25
Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen Silke Plieth 03841 - 798203
Insel Poel Ricarda Lehmann 038425 - 428117
Amt Neuburg Birger Lange 038426 - 41030
Neukloster-Warin Frank Meier 038422 - 44012
Gadebusch-Land Matthias Jankowski 03886 - 212135
Schönberger Land Folke Behrens 038828 - 330150
Klützer Winkel Arne Longerich 038825 - 393300
Grevesmühlen Land Lars Prahler 03881 - 723100

Das Schweriner Unternehmen bietet im Rahmen des Breitbandausbaus ein Lösungsmodell für die zu versorgenden Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg an, welches der Zielsetzung gerecht wird, eine flächige Breitbandversorgung zu errichten und eine Teilnahme an der „Gigabit-Gesellschaft“ ermöglicht. 

Die WEMACOM Breitband GmbH hat ihr Angebot gemeinsam mit der WEMAG AG und anderen Projektpartnern eingereicht und am 20.08.2018 vom Landkreis Nordwestmecklenburg den Zuschlag für den Breitbandausbau in 14 Gebieten erhalten. 

Mehr Details zum Projekt

Mehr Details zur Wemacom

Nachdem die WEMACOM Breitband GmbH am 20. August 2018 den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau im Landkreis erhalten hat, startete das Projekt am 25. April 2019 in die aktive Phase. Gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde der 1. symbolische Spatenstich in Timmendorf auf der Insel Poel vollzogen.

Neben Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und Landrätin Kerstin Weiss, kam auch Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur zum Ausbaustart des hochmodernen Glasfasernetzes auf die Ostseeinsel Poel.

Mittlerweile haben die an die WEMACOM Breitband GmbH gebundenen Tiefbauunternehmen mit dem Ausbau in jedem der insgesamt 14 Projektgebiete begonnen. Die Ausbauarbeiten schreiten planmäßig voran.

Die Zahlen zum Baufortschritt  können Sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen. Stand 22.10.2020: