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Allgemeine Informationen

Mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) befindet sich eine gefährliche, anzeigepflichtige Tierseuche weiter auf dem Vormarsch und hat inzwischen auch Deutschland erreicht.

Am 10.09.2020 wurde der Nachweis des ASP-Virus bei einem im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg) tot aufgefundenen Wildschwein durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.

Damit hat sich die Entfernung der Fundstelle eines infizierten Wildschweins bis zur Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns auf etwa 140 Kilometer (Luftlinie) reduziert. Ebenso wird sich die Entfernung von der bisher bestehenden äußeren Begrenzung der Restriktionszonen in Westpolen, nach Einrichtung des gefährdeten Gebietes und der umliegende Pufferzone reduzieren.

Die für den Menschen ungefährliche Viruserkrankung infiziert sowohl Wild- als auch Hausschweine. Die ASP ist von der Klassischen Schweinepest (KSP) nur schwer zu unterscheiden. Symptome sind hohes Fieber, Blutungen in der Haut, den inneren Organen und Lymphknoten sowie Lähmungserscheinungen. Vermehrtes Auftreten von Todesfällen, erfolglose antibiotische Behandlungen, verminderte Wurfgröße, Abmagerung und ggf. auch Verhaltensveränderungen können Hinweise auf ASP oder KSP sein.

Die Übertragung erfolgt sowohl auf direktem Wege von Tier zu Tier, insbesondere über virushaltige Materialien. Einen Impfstoff gibt es noch nicht. Ein Ausbruch der ASP hätte weitreichende Auswirkungen auf den Handel, die Jagd und auf alle Hobbyschweinehalter.

Alle Schweinehalter sind daher aufgefordert die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Seuchenfrüherkennung ist die unverzügliche Meldung und Untersuchung von Fallwild. Sollten Sie als Bürger verendete Wildschweine auffinden dann informieren Sie uns schnellstmöglich.

Hierzu erreichen Sie uns unter den Telefonnummern 03841-3040 3912 oder 3913 und am Wochenende und außerhalb der normalen Geschäftszeiten unter 0385-50000 (Leitstelle Westmecklenburg.)

Weitere Informationen zum Seuchengeschehen und zu Verhaltensregeln finden Sie hier:

Nachdem am 26.01.2021 in einer Putenhaltung in Glasin Ortsteil Perniek der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, sind nach diesem Zeitpunkt keine weiteren Fälle von Geflügelpest in Hausgeflügelbeständen im 10 km Umkreis aufgetreten. Daher wurden die dort verfügten Maßnahmen mit Wirkung vom 28.02.2021 aufgehoben.

Am 27.03.2021 wurde in einem Hausgeflügelbestand in Jürgenshagen/ OT Moltenow im Landkreis Rostock der Ausbruch der Geflügelpest festgestellt. Durch die zuständige Behörde wurde ein Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsbestand festgelegt.

Im Wildvogelbereich ist das Virus jedoch noch aktiv vorhanden, das zeigen die letzten Nachweise in den Wildvogel-Risikogebieten in Wismar und auf der Insel Poel. Hier wurde aktuell bei 6 Wildvögeln (Nonnengans, Möwe, Brachvogel, Greifvogel, Kormoran) das Geflügelpestvirus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen.

Leider können wir noch keine generelle Entwarnung geben. Noch müssen die Schutzmaßnahmen in den ausgewiesenen Risikogebieten aufrechterhalten bleiben. Hierzu gehört insbesondere die Aufstallung bzw. der Schutz der Tiere nach oben durch engmaschige Netze. Wir rechnen damit, dass mit steigenden Temperaturen der Seuchenzug in der Wildvogelpopulation zu Ende geht. Steigende Temperaturen inaktivieren das Virus schneller und lassen somit Infektionsketten abreißen. Das kann aber auch noch ein paar Wochen dauern.

In den anderen Landkreisen gab es mehrere Ausbrüche auch in privaten Hobbyhaltungen. Hier hat sich immer wieder gezeigt, dass Hofteiche oder der Bach am Grundstück die Risikoquelle schlechthin darstellt.  Hofteiche sind besonders attraktiv für Wildvögel und hier reicht dann nicht selten ein Stockentenpärchen als Infektionsquelle für den eigenen Hausgeflügelbestand aus. Daher sind Hofteiche weiträumig auszuzäunen, so dass die eigenen Tiere keinen direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln haben können.

Sofern das auf den betroffenen Grundstücken nicht möglich ist, hat der Tierhalter auch hier die Pflicht das Geflügel (außer Tauben) in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung (Wildvogel sichere Voliere) zu halten.

 

Im gesamten Landkreis gelten weiterhin die Festlegungen aus der Tierseuchenbehördlichen Allgemeinverfügung Nr. 2 zum Schutz vor der Geflügelpest

 

  • Tränken Sie Ihr Geflügel nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben.
  • Füttern Sie Ihr Geflügel nur an Stellen, die für Wildvögel unzugänglich sind.
  • Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, für Wildvögel unzugänglich auf.
  • Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung, insbesondere das Schuhzeug.
  • Lassen Sie plötzliche erhöhte Tierverluste durch einen Tierarzt abklären bzw. informieren Sie uns.

Bei fachspezifischen Fragen stehen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901).
In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar.

 

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), hat in seinen aktuellen Risikoeinschätzungen das Einschleppungsrisiko der hochpathogenen aviären Influenza durch Wildvögel nach Deutschland als hoch eingestuft. Da der Vogelzug noch nicht abgeschlossen ist, empfiehlt das FLI eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Wildvogel-Totfunden und die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen.

 

Die vollständige Risikoeinschätzung und weitere Informationen zum Seuchengeschehen finden Sie hier:

Bezug von geförderten Medikamenten zur Varroamilben-Bekämpfung

Auch nichtorganisierte Imker erhalten im Jahre 2017 die Möglichkeit, geförderte Medikamente zur Bekämpfung der Varroamilbe beziehen zu können. Das dazu benötigte Formular steht für den Download zur Verfügung und kann direkt am PC ausgefüllt und anschließend ausgedruckt oder abgespeichert werden.

Ausgefüllte Bestellformulare – nur Originale mit Unterschrift - können über den örtlichen Imkerverein oder direkt an die Geschäftsstelle
des Landesimkerverbandes gesendet werden.

Postadresse:
Landesverband der Imker Mecklenburg - Vorpommern e.V.
Feldstraße 3
17033 Neubrandenburg 

Einsendeschluss ist der 13. April 2017. Später eingehende Anträge können für die Förderung nicht mehr berücksichtigt werden.

Kreisveterinäramt: Hofteiche aufzäunen!

Nachdem am 26.01.2021 in einer Putenhaltung in Glasin Ortsteil Perniek der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, sind nach diesem Zeitpunkt keine weiteren Fälle von Geflügelpest in Hausgeflügelbeständen im 10 km Umkreis aufgetreten.

Daher wurden die dort verfügten Maßnahmen mit Wirkung vom 28.02.2021 aufgehoben. Im Wildvogelbereich ist das Virus jedoch noch aktiv vorhanden, das zeigen die letzten Nachweise in den Wildvogel-Risikogebieten in Wismar und auf der Insel Poel. Hier wurde aktuell bei 6 Wildvögeln (Nonnengans, Möwe, Brachvogel, Greifvogel, Kormoran) das Geflügelpestvirus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen.

Leider können wir noch keine generelle Entwarnung geben. Noch müssen die Schutzmaßnahmen in den ausgewiesenen Risikogebieten aufrechterhalten bleiben. Hierzu gehört insbesondere die Aufstallung bzw. der Schutz der Tiere nach oben durch engmaschige Netze. Wir rechnen damit, dass mit steigenden Temperaturen der Seuchenzug in der Wildvogelpopulation zu Ende geht. Steigende Temperaturen inaktivieren das Virus schneller und lassen somit Infektionsketten abreißen. Das kann aber auch noch ein paar Wochen dauern. In den anderen Landkreisen gab es mehrere Ausbrüche auch in privaten Hobbyhaltungen. Hier hat sich immer wieder gezeigt, dass Hofteiche oder der Bach am Grundstück die Risikoquelle schlechthin darstellt. Hofteiche sind besonders attraktiv für Wildvögel und hier reicht dann nicht selten ein Stockentenpärchen als Infektionsquelle für den eigenen Hausgeflügelbestand aus. Daher sind Hofteiche weiträumig auszuzäunen, so dass die eigenen Tiere keinen direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln haben können.

Sofern das auf den betroffenen Grundstücken nicht möglich ist, hat der Tierhalter auch hier die Pflicht das Geflügel (außer Tauben) in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung (Wildvogel sichere Voliere) zu halten.
Für die Geflügelhaltungen ist also weiterhin Vorsicht geboten und die allgemeinen Biosicherheitsvorschriften sind strikt einzuhalten:

  • Tränken Sie Ihr Geflügel nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben.
  • Füttern Sie Ihr Geflügel nur an Stellen, die für Wildvögel unzugänglich sind.
  • Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, für Wildvögel unzugänglich auf.
  • Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung, insbesondere das Schuhzeug.
  • Lassen Sie plötzliche erhöhte Tierverluste durch einen Tierarzt abklären bzw. informieren Sie uns.

Bei fachspezifischen Fragen stehen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung unter 03841- 3040 3901. In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg unter 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar.

Bekanntmachungen Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung

Text
Datum Vorschaubild Titel Dateigröße
29.03.2021
Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr. 12 zur Bekämpfung der Geflügelpest
Festlegung eines Beobachtungsgebietes
0.54 MB
12.03.2021
Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr. 11 zur Bekämpfung der Geflügelpest
Aufhebung des Beobachtungsgebietes Neubukow/ OT Jörnstorf (LRO)
0.25 MB
01.03.2021
Notfalldienst der niedergelassenen Tierärzte im Landkreis Nordwestmecklenburg 05.03.2021, 16:00 Uhr – 07.05.2021, 08:00 Uhr
Bekanntmachung des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des LK NWM
0.20 MB
26.02.2021
Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr. 10 zur Bekämpfung der Geflügelpest
Aufhebung des Beobachtungsgebietes Glasin OT Perniek mit Wirkung zum 28.2.2021
0.27 MB
18.02.2021
Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung Nr. 9 zur Bekämpfung der Geflügelpest
Aufhebung des Sperrbezirkes Glasin/ OT Perniek
0.32 MB

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