Mobilität in ländlichen Räumen

Was ist der Unterschied zwischen Mobilität und Verkehr?

Um die Aufgaben in diesem Handlungsfeld genau abgrenzen zu können, ist der Unterschied der Begriffe "Verkehr" und "Mobilität" wichtig:

Verkehr

ist die Bewegung (Transport) von Personen, Gütern, Nachrichten in einem definierten System, wie z.B. Schienenverkehr.

Mobilität

ist die Beweglichkeit, nicht nur zwischen den geografischen Orten, sondern auch Handlungszusammenhänge in z.B. sozialen Räumen, oder thematische Zusammenhänge, wie Elektromobilität

Im Handlunsgfeld "Mobilität" werden also nicht Bus-Fahrpläne erstellt oder Busse gefahren (dies sind Aufgaben z.B. des Nahverkehrs), sondern es werden die Auswirkungen und Chancen der verschiedenen Verkehre auf die Mobilität im Landkreis untersucht.

Themenbereiche sind somit sowohl der ÖPNV mit dem aktuellen Nahverkehrsplan oder der Lückenschluss Rehna-Schönberg, aber auch der individuelle Verkehr (mit KFZ ist dies der MIV). So zum Beispiel das Themenfeld "Pendeln" (dazu gehörend Auswirkungen von Preisveränderungen von Kraftstoffen, P+R-Plätze, Mitfahrmöglichkeiten usw.) und Projekte zur Elektromobilität (Fiat 500) bzw. zur Verbindung verschiedener Mobilitätsbereiche, wie    Inmod.

Projekt INMOD: Revitalisierung des ÖPNV im ländlichen Raums durch vernetzte Verkehr

Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum ist nicht existent oder langsam und unattraktiv. Das Projekt INMOD versucht, dieses Attraktivitätsdefizit zu beheben und definiert eine neue Philosophie des Busfahrens:

ÖPNV im strukturschwachen ländlichen Raum ist immer multimodal

Dazu wird ein schneller Busverkehr, auf die Marginalen reduziert und mit wenig Haltestellen versehen, kombiniert mit integrierten Zubringern. Ein öffentlicher Teil und ein privater Teil der intermodalen Kette. Ein System, ein Ticket, zwei Fahrzeuge. Bei INMOD fährt ein Elektrobus als Expressbus auf den Hauptstraßen des ländlichen Raums. Als Zubringer aus den Ortschaften des ländlichen Raums dienen Pedelec. Die Strecken sind so eingerichtet, dass die Fahrgäste höchstens 10 Minuten, also 5 km, mit dem Elektrofahrrad zurücklegen müssen.

Ziel des Projektes INMOD ist die Revitalisierung des ÖPNV im ländlichen Raum, was durch systemische Intermodalität erreicht werden soll.

Am Projekt beteiligt sind der Landkreis Nordwestmecklenburg, die Hochschule Wismar, die Gemeinde Boltenhagen, die Stadt Klütz sowie die Gemeinden Kalkhorst und Dassow.

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