Ein Tag für die LEADER-Förderung
Beim LEADER-Aktionstag stellte die LAG WMO ihr Konzept für die kommende Förderperiode vor
Am 7. Oktober fand in der Erlebnisscheune der Gärtnerei Wiencke in Wotenitz der erste LEADER-Aktionstag der „LAG WMO“ statt. Das Kürzel steht für „Leader-Aktionsgruppe Westmecklenburgische Ostseeküste“, eine Gruppe ausgesuchter Akteure aus unterschiedlichen Bereichen der Zivilgesellschaft und verschiedener Institutionen, die über die Vergabe der Fördermittel des Programms an Projekte entscheidet – zuständig ist die Gruppe für einen Großteil des Landkreises Nordwestmecklenburg. Ein Teil der Schaalsee-Region von NWM unterliegt der Zuständigkeit der dortigen LAG.
Unterstützt wird die LAG WMO bei ihren Entscheidungen durch Regionalmanagerin Sophie Maletzki, die in der Kreisverwaltung gemeinsam mit ihrem Kollegen Daniel Scheel die Nachfolge von Erich Reppenhagen angetreten hat.
Auf der Sitzung am 7. Oktober galt es, einen großen Schritt in die Zukunft zu machen:
Das besondere an LEADER ist, dass die LAG vor Ort nicht nur entscheidet, was sie unterstützen will, sondern auch die entsprechenden Auswahlkriterien selbst bestimmt. Für die kommende Förderperiode 2023 bis 2027 hatte sich die LAG Hilfe geholt, um die Förderstrategie neu zu fassen und so den eigenen Entscheidungsrahmen festzulegen. Dabei ging es auch um maximale Förderhöhen und ein Punktesystem, um die Projekte objektiv bewerten zu können. In mehrmonatiger Arbeit ließen die beiden erfahrenen Planerinnen Anna Leschke und Marcus Kolodziej die Wünsche und Anmerkungen der LAG Mitglieder und der regionalen Akteure aus mehreren Workshopsitzungen einfließen und formulierten die Schwerpunktbereiche der zukünftigen Arbeit. Bis zur letzten Minute wurde intensiv diskutiert und dann die regionale Entwicklungsstrategie beschlossen.
„Es gibt in Nordwestmecklenburg ein außergewöhnlich hohes Interesse an LEADER. Eines der Ziele kann deshalb sein, nicht nur große Einzelprojekte zu fördern, sondern bewusst auch besonders kleine und das in größerer Anzahl.“, so Kolodziej zu den möglichen strategischen Ansätzen.
96 Projektvorschläge gingen beim Regionalmanagement bereits für die neue Förderperiode ein. „Mit dem Zuspruch sind wir sehr zufrieden und er spricht auch für unser lebendiges Netzwerk an Akteuren. Die Art der bislang eingereichten Projekte spiegelt sich auch in der neuen Strategie wider.“, so Regionalmanagerin Sophie Maletzki: „Mein Kollege Herr Scheel und ich beraten auch sehr gerne und helfen auf dem Weg von der Idee zum fertigen Antrag. Es muss also niemand Angst vor komplizierten Förderrichtlinien und bürokratischem Aufwand haben, denn wir bieten umfangreiche Hilfestellungen an.“
Im zweiten Teil des LEADER-Aktionstages wurde die soeben beschlossene Strategie auch gleich der Öffentlichkeit präsentiert: Mehr 80 als Akteure aus dem LEADER-Umfeld hatten sich angemeldet und kamen bei bestem Herbstwetter zum Erlebnishof – darunter viele Bürgermeister und Vereinsvorsitzende, deren Gemeinden und Initiativen von den Förderungen profitiert hatten. Teilweise stellten sie sich auch an Ständen vor, wie zum Beispiel das Kreisagrarmuseum. 500 Projekte wurden durch LEADER seit 1995 in Nordwestmecklenburg gefördert. Allein von 2014 bis 2023 flossen knapp 9 Millionen Euro für ca. 100 Projekte in die Region.
„Das besondere und einzigartige am LEADER-Programm ist, dass es eben kein Fördertopf ist, der einfach von oben herab ausgeschüttet wird.“, so der zuständige Fachdienstleiter Umwelt und Regionalentwicklung Roland Finke: „Es ist die Graswurzel-Struktur, die den Erfolg ausmacht."
Die LEADER-Aktionsgruppe kann also mit neuem Konzept und vielen frischen Projektvorschlägen in die neue Förderperiode starten. Und teilweise mit neuen Mitgliedern – mit einem Blumenstrauß wurde Gudrun Helmig verabschiedet, die als Vertreterin der Landfrauen seit 1995 dem Gremium angehörte. Zu ihrer Nachfolgerin als stellvertretende Vorsitzende wurde Elke Lenschow vom Kreisbauernverband gewählt, die nun gemeinsam mit Landrat und LAG-Vorsitzendem Tino Schomann die LAG WMO nach außen repräsentiert.
Weiter Informationen und Antragsformulare finden Sie auf der Webseite.





