Erste Fallwildsuchhunde in Nordwestmecklenburg ausgebildet und geprüft

Weiter Kurse sollen voraussichtlich im Mai stattfinden

Deutsch Kurzhaar Hündin Zirilla von Neuarenberg nach bestander Prüfung als Bringselverweiser

Am Samstag (25.2.) fand unter Aufsicht des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg zum ersten Mal eine Prüfung von ASP-Fallwildsuchhunde-Gespannen statt.

Bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen spielen sogenannte Kadaversuchhunde eine wesentliche Rolle beim Auffinden und bei der Entsorgung infizierter Kadaver. So kommen seit dem ersten Fall von ASP bei einem Wildschwein im Landkreis Ludwigslust-Parchim im November 2021 in den betroffenen Gebieten bis zu 70 Fallwildsuchhunde-Gespanne aus dem gesamten Bundesgebiet zum Einsatz.

Im September 2022 wurde in Zusammenarbeit des Veterinäramtes mit einer, in der Thematik erfahrenen Jägerin, eine Ausbildung für Jäger und Hunde aus der Region initiiert, um im Ernstfall auf regionale Suchhunde zugreifen zu können. Die Teilnehmer des ersten Kurses wurden 5 Monate lang auf die Witterung von Schwarzwildkadavern geprägt und als Bringsel- und/oder Passivverweiser ausgebildet.

Der Bringselverweiser nimmt am gefundenen Kadaver das an der Halsung (Halsband) angebrachte Bringsel auf und zeigt damit einen Fund an. Anschließend pendelt der Hund zwischen Fundstück und Hundeführer solange hin und her, bis der Hund den Hundeführer zum Stück gebracht hat. Der Passivverweiser legt sich neben dem Fundstück ab und wartet dort, bis der Hundeführer herangekommen ist.

Ziel der Ausbildung ist das sichere Auffinden von Schwarzwildkadavern oder -teilen und das zuverlässige Heranführen des Hundeführers an die Fundstelle, damit Kadaver bzw. Teile von Kadavern geborgen und auf ASP-Virus überprüft werden können.

Die ersten zwei Gespanne konnten die Prüfung am 25.02.2023, die nach den Vorgaben des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit drei anerkannten Richtern des Jagdgebrauchshundeverbandes durchgeführt wurde, erfolgreich ablegen. Die Gespanne mussten in zwei mindestens 1 ha großen Waldgebieten (Schwarzwildeinstand) drei Kadaverteile (Haupt, Schwarten) innerhalb jeweils 20 Minuten finden und den Hundeführer zur Fundstelle bringen.

Weitere Gespanne werden voraussichtlich im Mai 2023 geprüft und ein weiterer Kurs soll stattfinden.

Bei Rückfragen steht Interessierten das Veterinäramt zur Verfügung:

Dr. Philipp Aldinger
Fachdienstleiter/Amtstierarzt
on: +49 3841 3040 3900
Mail: P.Aldinger@nordwestmecklenburg.de

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