Hausgeflügelbestände noch nicht betroffen
Geflügelpest bleibt in NWM eine tödliche Gefahr
Veterinäramt appelliert erneut an Geflügelhalter zur Separation ihrer Vögel von Wildvögeln
Die Geflügelpest lässt auch den Landkreis Nordwestmecklenburg nicht zur Ruhe kommen. Nach anfänglich überwiegenden Nachweisen des H5N1-Virus bei Kranichen sind nun zunehmend andere Wildvogelarten von der Infektion betroffen. Das Veterinäramt des Landkreises appelliert erneut ausdrücklich an Geflügelhalter zur Separation ihrer Vögel von Wildvögeln. Noch sind Hausgeflügelbestände im Nordwestkreis nicht vom Ausbruch der tödlichen Erkrankung betroffen.
„Die Einschleppungsmöglichkeit in die Hausgeflügelbestände ist mit der aktuellen Entwicklung aber weiterhin eine reale Gefahr“, mahnt Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann. Aus diesem Grund seien die bereits veröffentlichten Biosicherheitsmaßnahmen weiter aufrecht zu erhalten.
„Wie wir erwartet hatten, läuft die Infektion jetzt bei anderen Wildvogelarten weiter, so dass wir von einer generellen Entwarnung noch nicht reden können“, sagt Dr. Philipp Aldinger. Insgesamt hätte es nach Angaben des Amtstierarztes bislang 42 positive Befunde in Nordwestmecklenburg gegeben. Betroffen seien demnach 35 Kraniche, drei Greifvögel, zwei Wildgänse sowie jeweils eine Wildente und ein Kormoran.
Insbesondere für Hobby- Geflügelhalter geht es weiter darum, den direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Wildvögeln, deren Ausscheidungen bzw. dadurch kontaminierte Materialien zum Hausgeflügel sicher zu vermeiden.
Folgendes müssen Geflügelhalter daher beachten:
· Gehen Sie nicht direkt vom Feld in den Geflügelstall, das könnte einen ungehinderten Eintrag des Virus begünstigen.
· Füttern Sie das Geflügel nur an Stellen, die für Wildvögel unzugänglich sind.
· Lassen Sie plötzliche erhöhte Tierverluste durch einen Tierarzt abklären bzw. informieren Sie den Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg.
Darüber hinaus appelliert Dr. Philipp Aldinger an alle Geflügelhalter: „Wird eine Geflügelhaltung besonders häufig von großen Wildvogelschwärmen überfolgen, dann ist es jetzt eine gute Idee, den Auslauf zu verkleinern oder die Tiere in den Stall bzw. in die Voliere zu holen.“
Der aktuelle Erreger ist für den Menschen nicht gefährlich. Gut zu wissen ist, dass unsere Lebensmittelproduzenten, die Geflügel und deren Produkte verwerten, durch die Behörden und den Handel kontrolliert werden. Eine Gefahr von beispielsweise Eiern oder Fleisch geht also nicht aus.
Weitere Informationen zur Geflügelpest und die aktuelle Risikobewertung finden Interessierte auch auf der Internetseiten des Landkreises unter der Adresse www.nordwestmecklenburg.de und des Friedrich-Loeffler-Instituts unter ww.fli.de.
Bei fachspezifischen Fragen stehen Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar.

