Proben für den Ernstfall auf dem Haffeld

Eine Feuerwehrübung bei der Firma Jackon/BEWI brachte über 90 Einsatzkräfte zusammen

Am Samstag (15.4.) fand auf dem Gelände und im Umfeld der Firma Jackon/BEWI GmbH im Wismarer Gewerbegebiet Haffeld eine groß angelegte Übung von Feuerwehren und THW statt.
Gegen 8:30 Uhr erging der Übungs-Notruf: starke Rauchentwicklung in einer Halle, eine vermisste Person.

In den Einsatz kamen neben der Berufsfeuerwehr Wismar, die den Einsatz leitete, auch die freiwilligen Feuerwehr Friedenshof und Altstadt, sowie das THW Wismar. Außerdem wurde im Rahmen des Szenarios eines sich ausweitenden Brandes noch der erweiterte Löschzug des Landkreises Nordwestmecklenburg hinzugezogen – dieser besteht aus Einheiten der Feuerwehren Selmsdorf, Dassow, Rehna, Gadebusch und Wismar-Friedenshof.

95 Feuerwehrleute und THW Mitglieder mit 22 Einsatzfahrzeugen waren vor Ort bauten schnell eine Löschinfrastruktur auf.
Die Firma Jackon stellt Kunststoffe für Verpackungen und Dämmmaterial her und gilt als so genannter Störfallbetrieb, deshalb müssen solche Übungen hier regelmäßig alle paar Jahre stattfinden. „Wir überprüfen dabei sowohl unsere internen Abläufe, als auch die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften. Das ist nicht nur für den Ernstfall wichtig, sondern auch für die notwendigen Umweltzertifizierungen.“, so Dr. Claus Tank, Geschäftsführer der Jackon GmbH, die vor einiger Zeit Teil der BEWI-Gruppe wurde. Im Gewerbegebiet Haffeld gibt es eine ganze Reihe von großen Unternehmen mit besonderen Brandschutzbedürfnissen, so zum Beispiel große holzverarbeitende Unternehmen.

Löschwasser für den Einsatz wurde aus einem Löschwasserbrunnen und an zwei Stellen direkt aus der Ostsee entnommen und über das Gelände gepumpt, um die Pumpkreislauf praktisch zu erproben. Allerdings nicht in die Halle, denn das salzhaltige Wasser würde dort beim Löschen auch Schäden anrichten. Die rund 11.000 Liter pro Minute wurden deshalb mit rund 2 Kilometern Schläuchen, Sammelbecken und Wasserkanonen im hohen Bogen zurück in die Ostsee befördert.

Der Leiter des Bevölkerungsschutzes beim Landkreis Florian Haug war als Beobachter dabei: „In den letzten Jahren konnten wenig große Übungen machen. Es ist schön, wenn hier wieder so viele Kameradinnen und Kameraden zusammenkommen und es ist sehr wichtig, um eine gute Zusammenarbeit im Ernstfall zu gewährleisten.“
Gerade für noch junge Feuerwehrleute, die frisch im Dienst sind, war die Übung willkommene Gelegenheit, praktische Erfahrung zu sammeln. „Für uns ist der Einsatz auch Ausbildungsübung.“, so Einsatzleiter und Stadtbrandoberinspektor Benjamin Hinsche: „Wir erproben die Kommunikation, die Technik und die immer sehr gute Zusammenarbeit mit dem THW.“
Gegen Mittag ging der Einsatz erfolgreich zu Ende. Das abschließende Mittagessen übernahm die Firma Jackon direkt auf dem Werksgelände.

 

Zurück Nach oben Drucken Notfall