Tote Fische in Rummelbeck und Wallensteingraben: Ministerium gibt vorerst Entwarnung

Nach ersten Untersuchungen besteht keine Gefahr für den Menschen

Die Ermittlungen zur Ursache des Fischsterbens dauern an


In der Rummelbeck im Bereich des Ortseingangs von Fichtenhusen (Gemeinde Bad Kleinen) sind mehrere tote Fische gefunden worden. Der Landkreis wurde am Freitagabend durch die Wasserschutzpolizei informiert und die Rufbereitschaft des Landkreises war wenig später bei den Beamten vor Ort.

Ebenfalls wurden ca. 100 tote Fische im mit der Rummelbeck verbundenen Wallensteingraben im Bereich von Moidentin gesichtet. Der Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat sich am Samstagvormittag (20.8.) gemeinsam mit Landrat Tino Schomann, der Wasserschutzpolizei und dem Gewässerwart des Landesanglerverbandes, Mario Voigt, ein Bild von der Lage gemacht. 

Insgesamt bargen der Minister und seine Begleiter im Wallensteingraben auf einer Länge von rund 1 km 162 tote Fische mit einem Gesamtgewicht von 18 kg aus dem Wasser. Weitere Proben wurden genommen und die Kadaver sollen nun genauer untersucht werden.
„Nach der Katastrophe in der Oder ist man ja aktuell besonders sensibel, wenn es Meldungen über tote Fische in unseren Gewässern gibt. Ich kann an dieser Stelle aber Entwarnung geben. ", so Dr, Till Backhaus bei einer kurz danach anberaumten Pressekonferenz im Landratsamt in Wismar: "Erste Ergebnisse der Wasseruntersuchungen durch das staatliche Amt für Umwelt und Naturschutz (StALU) dort und in der Rummelbek haben keine Auffälligkeiten gezeigt. "

Das Fischsterben soll nun weiter untersucht werden, um die Ursache und auch einen möglichen Verursacher zu finden. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen des möglichen Straftatbestandes der Gewässerverschmutzung, wie der Wismarer Leiter der Wasserschutzpolizei Sebastian Zimmermann auf der Pressekonferenz berichtete.

Backhaus lobte auch auch die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen allen involvierten Stellen, merkte allerdings auch an, dass sich Bürger nicht scheuen sollten, bei massenhaften Funden von toten Fischen Behörden wie die Wasserschutzpolizei sofort zu informieren. Erste Funde hatte es wohl bereits am Montag gegeben.
"Eins ist klar: Es hat hier in dem Gewässer einen Vorfall gegeben und den müssen wir aufklären. Der Wallensteingraben ist ein sensibles Gewässer und die Kinderstube für wichtige Fischarten wie die Meerforelle.", so Backhaus.

"Ich danke Herrn Minister Backhaus, dass er so schnell zur Stelle war, um den Schaden zu begutachten. Und ich danke auch allen beteiligten Mitarbeitern vom Land, der Wasserschutzpolizei und vom Landkreis.", so Landrat Tino Schomann: "Ich bin zwar erleichtert, dass erste Messungen keine Schadstoffbelastung ergeben haben,  aber die Sache muss aufgeklärt und der mögliche Verursacher ermittelt werden."

 

Link zur Pressemitteilung des Ministeriums

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