Völlig losgelöst!

Deutschland-Premiere in Nordwestmecklenburg

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Abflug der ersten Drohne im Dienst eines Gesundheitsamtes zur Untersuchung von Badegewässern.


Deutschland-Premiere in Nordwestmecklenburg: Seit Mai dieses Jahres ist in dem Landkreis an der Ostsee zur Untersuchung von Badegewässern eine Gesundheitsdrohne im Einsatz. Dies ist deutschlandweit die erste Drohne ihrer Art, die in einem Gesundheitsamt im Bereich der Umweltmedizin eingesetzt wird. Während des 2. Hitzesymposiums des Landkreises Nordwestmecklenburg wurde die Drohne am 14. Mai 2025 in der Hansestadt Wismar einem interessierten Fachpublikum erstmals öffentlich präsentiert.

Der Einsatz der nach dem Wissenschaftler Robert Koch (1843-1910) auf den Namen „Robert“ getauften Gesundheitsdrohne ermöglicht dank einer Sichtkontrolle mit erweitertem Radius unter anderem eine effizientere und schnellere Datenerhebung inklusive verbesserter Dokumentation.

„Dies trägt maßgeblich zur Qualitätserhöhung im Gesundheitswesen und zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes im Landkreis bei“, sagt Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann.

Durch den Einsatz der Gesundheitsdrohne können die vorgeschriebenen Sichtkontrollen an den insgesamt 42 öffentlichen Badestellen an Ostsee und Binnenseen deutlich ausgeweitet und auf einen größeren Radius ausgedehnt werden. Dies ermöglicht eine schnellere und umfassendere Erkennung von beispielsweise Blaualgenteppichen sowie die rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen. 

„Durch dieses technisch innovative Frühwarnsystem können gesundheitliche Gefahrensituationen frühzeitig auf unseren öffentlichen Badegewässern erkannt und abgewendet werden“, ergänzt Saban Omer Oglou, Fachdienstleiter Öffentlicher Gesundheitsdienst im Landkreis Nordwestmecklenburg.

Diese frühzeitige Abwendung von gesundheitlichen Gefahrensituationen dürfte darüber hinaus auch finanzielle Vorteile für die Betreiber der Badestellen mit sich bringen, da die rechtzeitige Gefahrenabwehr durch den Einsatz der Gesundheitsdrohne einen kontinuierlichen Betrieb der Badestellen sicherstellen kann.

Die Gesundheitsdrohne „Robert“ soll zunächst testweise an ausgewählten Badestellen im Landkreis Nordwestmecklenburg eingesetzt werden.

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