C. II.3.3.1.c.aa) - Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist als Risikokriterium ebenfalls zu bedenken. In Betracht kommt beispielsweise eine Veränderung der Anlagenkosten oder die Änderung des Preises von Technologien und deren Komponenten, die für die Realisierung der Energieunternehmung von Bedeutung sind. Dies kann die Preise für Brennstoffe und Emissionszertifikate betreffen.(204)

Weiterhin ist auch die Einnahmeseite wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Insbesondere die Entwicklung des Strompreises beim Vertrieb des erzeugten Stroms kann hier eine Rolle spielen.(205) Dies wird immer mehr Bedeutung erlangen, weil jenseits der festen Einspeisevergütung von Strom aus erneuerbaren Quellen der Verkauf des Stroms auf dem freien Energiemarkt durch energierechtliche Vorgaben immer wichtiger wird.

204. VKU, Energiezukunft gestalten, S. 20.

205. Hierbei ist auch zu beachten, dass ca. 50% des Strompreises für private Haushalte auf Steuern, Abgaben und gesetzliche Umlagen (Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe, Stromsteuer, EEG-Umlage, KWK-Aufschlag, § 19 StromNEV-Umlage, Offshore-Haftungsumlage) entfallen, vgl. BDEW, Strompreisanalyse Mai 2013, S. 10. Für 2014 wird davon ausgegangen, dass 24,6% des Strompreises auf Beschaffung und Marge und 22,3% auf Netznutzung und Zähler entfallen, vgl. www.verivox.de, Strompreiszusammensetzung 2014 (zuletzt besucht 27. Februar 2014).