C. III.3.4.2.b) - Nachteile privatrechtlicher Organisationsformen

Die erhöhte Flexibilität und das überschaubare wirtschaftliche Risiko gehen mit einer im Vergleich zu öffentlich-rechtlichen Organisationsformen tendenziell geringeren Steuerungsmöglichkeit durch die Kommune einher. Die Organe der Gesellschaften sind nicht primär der Kommune verpflichtet. Zur Sicherstellung der von der KV geforderten Informations-, Beteiligungs- und Kontrollrechte sind teils umfangreiche Regelungen im Rahmen der Unternehmenssatzungen erforderlich. Dies führt zu einem erhöhten Gründungsaufwand und u. U. höheren Gründungskosten. Hierbei muss auch beachtet werden, dass Weisungsrechte aufgrund der Verantwortlichkeit der Gesellschaftsorgane gegenüber der Gesellschaft zum Teil nicht, oder nur unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Satzung festgeschrieben werden können.(363)

363. Vgl. für die GmbH: Ziche/Herrmann, DÖV 2014, 111.